Sollte man Bobst-Aktien kaufen oder verkaufen?

Der Hauptaktionär der Bobst Group SA, JBF Finance SA, der sich im Besitz der Familie Bobst befindet, unterbreitet ein öffentliches Übernahmeangebot für alle Bobst-Aktien, die sich im öffentlichen Besitz befinden. JBF Finance, die bereits 53% der Aktien und Stimmrechte besitzt, bietet dafür CHF78 in bar pro Bobst-Aktie.

Der Hauptaktionär der Bobst Group SA, JBF Finance SA, der sich im Besitz der Familie Bobst befindet, unterbreitet ein öffentliches Übernahmeangebot für alle Bobst-Aktien, die sich im öffentlichen Besitz befinden. JBF Finance, die bereits 53% der Aktien und Stimmrechte besitzt, bietet dafür CHF78 in bar pro Bobst-Aktie.

 

Bobst chart

Was sind die Beweggründe?

Das Ziel der Privatisierung des Industriekonzerns ist laut Bobsts Mitteilung, den Konzern in eine digitalisierte, vernetzte und nachhaltige Verpackungslieferkette umzuwandeln; oder anders ausgedrückt, den Konzern zu "digitalisieren".

Die Bobst-Familie erkannte auch einige Vorteile der Privatisierung des Unternehmens an, darunter weniger Verwaltungsaufwand und eine gewisse Diskretion, die verhindert, dass bestimmte strategische Informationen des Unternehmens an die Öffentlichkeit gelangen.

Das Privatisierungsangebot zwingt die Investoren jedoch nicht zum Verkauf, erklärt Bobst, aber die Bobst-Aktien werden schwerer zu handeln sein, sobald sie privatisiert sind.

Die Investoren haben noch Zeit, ihre Entscheidung zu treffen, da der Angebotszeitraum zwischen dem 20. September und dem 3. Oktober geplant ist und der Abschluss für Anfang November erwartet wird.

Die Zukunftsaussichten

Das Unternehmen veröffentlichte auch seine Ergebnisse für die ersten sechs Monate des Jahres, die eine deutliche Beschleunigung des Umsatzes erkennen lassen. Der Umsatz stieg um 15,7% auf 772,5 Millionen Franken bei einem Nettogewinn von 21,3 Millionen Franken. Auch der Auftragsbestand lag um 40% über dem des Vorjahres.

Während die Bobst-Aktie bei Börseneröffnung sprunghaft anstieg und den Angebotspreis übertraf, stellen sich die Anleger die Frage, ob die Aktie nicht immer noch unterbewertet ist, da sich die langjährigen Investitionen des Unternehmens allmählich auszahlen und die gut gefüllten Auftragsbücher eine potenziell sehr interessante Wachstumszukunft aufzeigen. Dazu gehört die Entwicklung von umweltfreundlichen Verpackungen, die die Abfallvermeidung fördern, sowie Automatisierungs- und Recyclinglösungen.

Die Wahl, die den Anlegern geboten wird

Die Anleger müssen sich in den kommenden Monaten entscheiden, ob sie ihre Gewinne mitnehmen und das Angebot annehmen oder ob sie Aktionär bleiben und das Angebot ablehnen. Dies bedeutet jedoch, dass sie möglicherweise eine gewisse Illiquidität in Kauf nehmen müssen, was ein großer Nachteil sein kann, wenn ein Anleger die Aktie wieder verkaufen möchte. Eine Alternative für Anleger, die ein Engagement in der Branche aufrechterhalten möchten, besteht darin, den Verkauf der Bobst-Aktien in Betracht zu ziehen und in die Aktien der Konkurrenten zu investieren, die noch einen erheblichen Abschlag an der Börse hinnehmen müssen.

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